
Zur Erzeugung von Wärmestrahlung werden bei der LockIn- Thermografie üblicherweise Halogenstrahler als Anregungsquelle verwendet. Diese erweisen sich im Einsatz als besonders unkompliziert und führen in den meisten Fällen trotzdem zu hervorragenden Messergebnissen.

Bei Werkstoffen, die nur eine oberflächennahe Überprüfung benötigen oder aus Materialien mit hoher Wärmeleitfähigkeit bestehen, bietet sich für die Puls-Thermografie eine Anregung per Blitz an. Diese Form der Anregung zeichnet sich vor allem durch den Vorteil aus, dass sie in sehr schneller Abfolge, sehr energiereiche Impulse produziert, die sich flächendeckend ausbreiten können.

In der Pulsthermograpfie findet die Anregung von zu untersuchenden Bauteilen - neben dem bisherigen Einsatz von Blitzlampen - verstärkt durch den Einsatz von Lasern statt. Diese ermöglichen ebenfalls Bauteilerwärmungen innerhalb kurzer Abstände und zeichnen sich insbesondere durch eine unkomplizierte Modulation aus.

Bei der Ultraschall-LockIn-Thermografie wird ein Bauteil mit elastischer Strahlung so erregt, dass in den Fehlerbereichen des Materials eine Umsetzung von mechanischer Energie (z.B. durch Reibung) erzeugt wird. Diese wiederum erzeugt am Defekt eine Temperaturerhöhung, die sich durch Infrarotkameras erfassen lässt. Im Gegensatz zur optisch angeregten LockIn-Thermografie werden bei dieser Anregemethode nur Defektstellen aufgenommen undeine zusätzlichen, ungeschädigten Strukturen, die innerhalb der Reichweite liegen.

Die Induktionsangeregte Thermografie stellt eine interessante Alternative zur optischen Anregung für das LockIn-Messverfahren dar, da die ins Bauteil eindringenden Wirbelströme keine optische Absorption an der Oberfläche verursachen. Eine solche Absorption könnte bei manchen Anwendungen zu unbrauchbaren Messergebnissen führen, weshalb gegebenenfalls die Wirbelstromanregung zum Einsatz kommt.
Cristian Ferber
Non-destructive Testing
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