Automatische industrielle in-line Prozesskontrolle von Verpackungen. Zum Beispiel Leckageprüfung von Infusionsbeutel.

Bei der Verpackung von Flüssigkeiten sollten die Packgefäße nach dem Füllvorgang möglichst zu 100% auf das Vorhandensein von Leckagen geprüft werden. In vielen Bereichen stellt dies bis heute ein nicht zufrieden stellend gelöstes Problem dar. Nicht nur, dass durch eine Leckage Flüssigkeit nach Außen dringen kann. Viel wesentlicher ist oftmals, dass so auch Keime in das Packgefäß eindringen können. Dafür reichen auch sehr kleine Leckstellen aus. Ein besonders sensibler Bereich ist in diesem Zusammenhang die Pharmaindustrie. Flüssigkeitsgefüllte Verpackungen, wie z.B. Infusionsbeutel, werden hier zwar geprüft. Dies erfolgt allerdings in der Regel rein manuell durch Drücken der Verpackungen mit der Hand und visuelle Kontrolle. Hier kann schnell einmal ein kleiner Flüssigkeitstropfen übersehen werden. Infrarot-Bildverarbeitung liefert wiederum einen relativ einfachen Lösungsansatz für die Qualitätskontrolle: Bedingt durch den Effekt der Verdunstungskälte ergibt sich zwischen einem austretenden Flüssigkeitstropfen und dem Verpackungsmaterial ein Temperaturkontrast. Dieser kann mit einer Infrarotkamera erfasst und softwaregestützt ausgewertet werden, um eine vollautomatische Ausschleusung der defekten Verpackung zu realisieren. Sollten besonders hohe Anforderungen an die Detektionsfähigkeit vorliegen, lassen sich der Verdunstungseffekt und damit der Kontrast verstärken. Hierzu kann man z.B. die Verpackung durch eine Vakuumschleuse führen.
Das System kann in vielfältigster Weise an die Randbedingungen der jeweiligen Applikation angepasst werden.
Marcus Nüsse
Infrared image processing
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